festival for fashion & photography

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EVOQUE NextGen Award Evoque Ronja Stahl elvira designer 12festival
May 4, 2012 at 12:46pm

EVOQUE NextGen Nominees: Zu Gast bei RONJA STAHL

Letztens besuchte ich Ronja Stahl in ihrem Atelier (im fünften Stock, ohne Aufzug) und war noch bevor wir auf den Grund meines Besuches zu sprechen kamen – nämlich ihrer Nominierung für den EVOQUE NextGen Award, absolut angetan von dem wunderhübschen, lichtdurchfluteten Raum, in dem Ronjas Ideen Gestalt annehmen. Hier lebt und arbeitet sie seit dem Beginn ihres Studiums an der Uni für angewandte Kunst. Mittlerweile ist Ronja das dritte Jahr in der Modeklasse und erstmals für einen Modepreis nominiert.

Vor ihrem Studium an der Angewandten lebte sie in Antwerpen, studierte an der Royal Academy of Fine Arts und machte ein Praktikum bei Pelican Avenue. Die Entscheidung, nach Wien zu gehen, hatte einerseits mit der Übernahme der künstlerischen Leitung der Modeklasse durch Bernhard Willhelm zu tun „Bernhard ist sehr aufgeschlossen. Das finde ich sehr hilfreich beim Arbeiten, man ist viel freier.“ und andererseits mit den Förderungen, die hier in Wien geboten werden.

Ich spreche Ronja auf die Kleiderstange an, die bereits beim Betreten des Raumes, meine Blicke auf sich zieht. Die darauf hängenden Sachen sind bunt, erregen meine Aufmerksamkeit. Ich erkenne Jeans, Farben und weiße geometrische Prints. Unter den Sachen liegen zusammengefaltete bedruckte Stoffe, die darauf warten verarbeitet zu werden. Ronja steckt noch inmitten der Vorbereitungen für die Show.

Wir sprechen über ihre aktuelle Kollektion und Ronja erzählt mir, sie sei der Ansicht, dass jeder Mensch in einer eigenen Realität lebt. „Jeder Mensch nimmt anders wahr. Welche Realität gedacht wird, muss nicht die Realität sein, die man sieht.“ „The R.I.P dip“ ist inspiriert von der Old School Hip Hop Szene, so findet sich beispielsweise das Cover des Albums „return to the 36 chambers“ des Rappers Ol’Dirty Bastard, in der Kollektion als Print wieder. Die Verzerrung dessen spielt erneut auf das Thema Wahrnehmung an.

Wer ist Ronja Elisabeth Stahl? Im Netz konnte ich nichts über sie herausfinden, doch je mehr sie über ihre Inspirationsquellen erzählt, desto klarer zeichnet sich das Bild der Persönlichkeit Ronjas ab. Sie liebt Hip Hop, kocht gerne, reist, arbeitet hin und wieder als Kostümassistenz, (hat eine wunderschöne Kombination aus Gesichts-, Augen- und Haarfarbe) ist ruhig, aber bestimmt - und am Ende sitzt sie wieder in ihrem großartigen Atelier und macht großartige Mode.

Konkrete Pläne für die Zukunft hat sie keine „In der Mode muss man flexibel sein, es bringt daher nichts zu viel voraus zu planen.“ Ihr Wunsch ist es einen Weg zu finden sich ausdrücken zu können, „alles andere kann sich ändern, es kommt immer etwas Neues“.

Im Rahmen des 12 festival for fashion & photography ist Ronja noch an einem weiteren Projekt beteiligt, eine Performance/Installation mit dem Titel „Reality Dip“, welche sie zusammen mit Marcus Karkhof zeigt. Das sollte man sich ansehen!

Bild und Text: Elvira Greblic

Edisa; SophieSkach; EVOQUE Designer
April 26, 2012 at 2:04pm

Nominiert für den EVOQUE NextGen Award: SOPHIE SKACH: “I think therefore I design” ::.

Die junge Modedesignerin Sophie Skach (geb. 1989) aus Wien, strahlt voller positiver Energie und ist eine absolutes Modegenie.
Nach der Unterstufe im Gymnasium, ist sie an die Modeschule Wien im Schloss Hetzendorf gegangen und dort hat sie die Strickdesignausbildung gemacht. 2008 hat Sophie ihre Matura gemacht und gleich danach begonnen, parallel Mathematik an der TU Wien und Mode in Hetzendorf zu studieren. 
Neben ihre Studium hat Sophie Skach Praktika bei Swarovski und Geiger gemacht, und für ein Strickstudio in Wien gearbeitet, außerdem einige Projekte in Tokyo durchgeführt und momentan fertigt sie Strickprototypen für ein Schweizer Design Label.
Ihr größtes Projekt ist nach wie vor die Fashion Week in Tokyo, zu der sie eingeladen wurde und bei der sie 2009 eine Show hatte mit der Kollektion namens “The Taniyama-Shimura Conjecture”. Sophie hat ein Jahr lang auch Umsetzungen für die Auslagen des Swarovski Flagship Stores auf der Kärnterstraße gemacht.
Ich habe Sophie Skach getroffen, und einen sehr unterhaltsamen fashion talk gehabt! :-) Unten können Sie das Interview lesen.
E: Sophie, wie bist du auf die Idee gekommen Modedesignerin zu werden?
SS: Es war für mich ein selbstverständlicher Prozess, zu zeichnen und mich mit ästhetischen Dingen zu beschäftigen. Ich wurde immer geschult, sehr sensibel wahrzunehmen. Und so ist es quasi passiert, dass ich Mode mache. Ich habe nie eine bewusste Entscheidung getroffen. Alles, was bis jetzt passiert ist, hat sich auf ganz natürliche Weise ergeben. Die Mathematik, das Modemachen. Was einen so fasziniert, bedarf keiner Einleitungen, das entsteht alles durch sich selbst. 

E: Erzähle uns mehr von deiner Fashion-Philosophie.
SS: Meine Philosophie ist sehr stark an die Liebe zur Naturwissenschaft gebunden. Ich möchte Disziplinen miteinander verbinden. Im 18ten Jahrhundert etwa waren viele Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften noch nicht in ihre einzelnen Bestandteile geteilt, sondern existierten unter dem gemeinsamen Begriff “Naturphilosophie” - dazu gehörte Mathematik, Biologie, Physik, Astronomie und auch Philosophie. Ich möchte mich an dieses Gedankengut anlehnen und meine Arbeit auch als eine Einheit betrachten, als ein Ganzes, nicht als das Zusammenstoßen verschiedener Sachen. Bei mir ist Mode und Mathematik dieselbe Disziplin, Graphik und Physik ebenso - man kann das mit mehreren Sachen so bilden. Das finde ich sehr schön.

E: Ist es für dich einfacher, Inspiration im Männersegment zu finden, weil du zu dieser Kleidung einen engeren Bezug hast?
SS: Inspiration finde ich überall. Ein kreativer Mensch sollte sich von allem inspirieren lassen können, weil man alles aufnehmen und transformieren können muss. Jedes gesellschaftliche Ereignis kann also als Anregung dienen. Den Bezug zur Männermode habe ich schon sehr früh hergestellt, weil ich eine Pulloverkollektion für Universitätsprofessoren an der TU Wien entworfen habe. Da habe ich entdeckt, dass es bei der Männermode für mich sehr viel rauszuholen gibt. Ich finde es einfach spannend, die Elemente der Herrenmode zu entwickeln und neu zu gestalten. Das ist vielleicht deswegen, weil ich mich nicht mit mir selbst als Person, sondern mit dem, was mich fasziniert, auseinandersetzen kann. Aber meine hauptsächliche Inspirationsquelle sind nach wie vor die Naturwissenschaften.
E: Hat die Mode als Kunstform Platz in den Köpfen der Menschen oder ist sie nur noch Konsumgut?
SS: Das Konzept meiner Arbeit ist geisteswissenschaftlich orientiert - wozu ich die Mathematik genauso zähle wie die Modetheorie. Ich denke schon, dass der rote Faden meiner Arbeit sehr komplex und durchdacht ist, also nie zu reißen droht. Die wesentliche Gestaltung meines Konzeptes ist der Appell an ein interdisziplinäres Arbeiten. Mathematik und Mode, Naturwissenschaft und Kreative Prozesse… und in beiden geht es um Schönheit, um Ästhetik. Denn in der Mathematik sucht man ebenso nach “schönen” Ergebnissen wie in der Mode. Eine gelungene, gefundene Formel entspricht einem gelungenen Outfit. So kann man das vergleichen. 

E: Wie viel künstlerisches Konzept steckt generell hinter einer Kollektion?
SS: Diese Frage finde ich schwierig. Mode als Kunst existiert meiner Meinung nach nicht, es benötigt immer die Komponente des Handwerks. Das eine geht ohne das andere nicht. Was ich aber vertrete, ist die Auffassung, dass Mode ein komplexes System der Gesellschaft ist, das genauso Bestand hat wie etwa das Politiksystem oder das Wissenschaftssystem. Ein Teil davon ist sicher die konsumorientierte Auslegung, aber das ist nicht, was mich an Mode interessiert. Ich bin eher bestrebt, perfekte Umsetzungen und Designs zu machen, anstatt massentaugliche Verkaufsprodukte. Aber wenn das eine stimmt, geht auch das andere. Perfektion ist immerhin ein gutes Verkaufsargument.

E:  Wie man an deiner Kollektion sieht, legst du besonders großen Wert auf handgefertigte Details und hohe Qualität. Das hat natürlich seinen Preis. Wer würde deine Mode kaufen?
SS: Natürlich übersteigt der Preis meiner Produkte den kommerziellen Durchschnittspreis, aber ich hab bereits an Studenten (Mathematiker und Physiker) zum Beispiel ein Hemd verkauft. Insofern ist es eine Frage der Wertschätzung des Designs, des Handwerkes und des intellektuellen Grads, ob man etwas kauft oder nicht. Man muss abwägen. 

E: Sprichst du damit erfahrungsgemäß eine jüngere oder ältere Zielgruppe an?
SS: Die Zielgruppe definiere ich nicht durch das Alter, sondern das intellektuelle Interesse. Alle, die zum Beispiel eine gewisse Affinität für Wissenschaften haben oder deren Poetik, finden sich vielleicht wieder in meinem Sujet. Wobei ich schon sagen muss, dass ich es manchmal mag, mit Dekadenz zu spielen. Das ist nicht für jeden was. Ich übertreibe gerne mit raffinierten Details, die informativ sein können.
E: Wo liegen aus deiner Sicht die Vorteile, wo die Nachteile, wenn man sich, wie du, stark auf einen bestimmten Typ Mann, bzw. eine Stilrichtung konzentriert?
SS: Die Vorteile, dass ich für intellektuell Interessierte Mode mache, sind sicher dieselben, die gleichzeitig die Nachteile sind. Denn es entsteht ein gewisses elitäres Feld, für das sich eine weitere Ebene öffnet, wenn man die Codes der Mathematik entschlüsseln kann, aber ruft vielleicht Unverständnis hervor bei denen, die damit nichts anfangen können. Aber ich sehe das positiv. Alle, die die Mathematik als Sprache nicht lesen können, sollen angeregt sein, dies zu tun und sich für die grundlegendste aller Wissenschaften zu interessieren. Auch, wenn man es nicht versteht, kann man auf der ästhetischen Ebene meine Mode verstehen.

E: Gab es einen Punkt, an dem du an deinem Stil/Image gezweifelt hast?
SS: Eigentlich habe ich nie an meinem Image/Stil gezweifelt, weil ich ein sehr großes Anliegen habe, das ich vermitteln möchte. Das ist eine große Antriebskraft. Und an Mode und Mathematik selbst zweifle ich mittlerweile nicht mehr.

E: Was sind Deine Pläne für die Zukunft?
SS: Mein naher Zukunftsplan ist England. Ab September werde ich am London College of Fashion einen Master Course (MA Fashion Design Technology Menswear) für Männermode machen. Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt, welche Möglichkeiten dieses neue Studium für die spätere Zukunft eröffnet. Ich bin generell sehr offen für alles, was kommt und bin der Ansicht, dass sich immer die interessantesten Dinge durch Zufall ergeben… Und vielleicht studiere ich ja noch weiter Mathematik später…? Mal sehen :)
Sophie Skach ist für den EVOQUE NextGen Award nominiert hier können Sie für Sophie Voten. 
Dorian G. Discovers Natural Science
Sophie Skach Mathematik-Kollektion 

Descartes, Descartes, quest-ce que vous faitez avec ma tête?“

Dorian G. Discovers Natural Science
Dorian G. Discovers Natural Science
Sophie Skach kollektion bei Tokyo Fashion Week
Dorian G. Discovers Natural Science
Text: Edisa Shahini
Fotos: www.sophieskach.com

AFA designer elvira 12festival
April 20, 2012 at 12:06pm

on the schedule: AFA NOMINEES// Nedra Chachoua / Tina Elisabeth Reiter

Jährlich wird im Rahmen der AFA-Austria Fashion Awards der Modepreis des BMUKK vergeben. Der Beginn des 12 festival liegt zwar noch einige Tage vor uns, um die Wartezeit jedoch etwas zu verkürzen, stellen wir euch heute dem Event entgegenfiebernd die Nominierten für den Modepreis des BMUKK vor.

Ich treffe Nedra Chachoua im Wiener Café Prückel, trotz nicht vereinbartem Erkennungszeichen in Form einer Rose im Knopfloch, weiß ich sofort, dass das Mädchen mit Undercut und Blumenprintshirt, meine Verabredung ist. Nedra befindet sich mitten im Vorbereitungsstress ihrer Abschlusskollektion und so freue ich mich umso mehr, dass sie die Angewandte für eine Stunde verlassen kann, um mit mir über Inspirationen, Arbeit, Pläne und Wassermelonen zu plaudern.



In der wunderschönen Kollektion „umthondo wisizwe“ (übersetzt: penis of the nation), mit welcher sie sich unter anderem auch für den Modepreis des BMUKK beworben hatte, setzt sich Nedra mit Lebensritualen auseinander. Dabei werden die Beschneidung von Jungen in Afrika und der Umgang der Gesellschaft mit diesem Ritual thematisiert. Inspiration für solche Konzeptionen findet Nedra in Stimmungen, Bildern, Eindrücken und Erinnerungen. „Beim Designen bedarf es weder einer Erklärung, noch einer Umschreibung. Ich verspüre ein Bedürfnis nach der Notwendigkeit Mode zu machen. Es ist das Einzige was ich kann - das Natürlichste.“

Eben dieser ehrliche Umgang, ohne etwas erzwingen zu wollen und ohne etwas vorzumachen, kennzeichnet ihre Mode aus: klassisch - dem Experimentellen stets vorgezogen, schlicht, subtil und auf keinen Fall aufreizend, mit einem raffinierten Twist, um die Eleganz umzukehren. Dabei steht die Authentizität stets im Vordergrund, und das merkt man auch an ihrer Persönlichkeit – Nedra Chachoua ist wirklich sympathisch.

Hier die Fotos der aktuellen Kollektion…


Fotos: Anna-Sophie-Berger


//Das ist Tina Elisabeth Reiter.



In Österreich begonnen, mit zwischenzeitlichem Stopp in München, scheint Tina nun angekommen zu sein. London ist die Stadt in der sie sich zuhause fühlt, die Stadt die ihr ein renommiertes Harold Tillman Stipendium ermöglichte und damit die Verwirklichung ihrer Träume. In London absolvierte sie vor gerade mal drei Monaten ihr Masterstudium am London College of Fashion. Nun ist sie in Wien eingeladen.

Neben dem nötigen Engagement, viel Arbeit und „der Heiligen Dreifaltigkeit von Koffein, Zucker und Nikotin“ - wie sie selbst sagt, scheint das Erfolgsrezept simpel: man nehme den Mut, seiner Intuition zu folgen. „Ich mache Mode nicht für das Heil der Modewelt. Mode muss nicht zwangsläufig schick, glamourös oder fashionable sein. Es ist heutzutage schwer, sich von der Masse abzusetzen, daher ist es umso wichtiger, den Mut zu haben, anders zu sein und seinem eigenen Weg zu folgen. Ich habe die letzten Jahre zunehmend aus dem Bauch heraus gearbeitet – wie es scheint, war es eine gute Entscheidung.“

Dass es eine gute Entscheidung war, zeigt ihre Abschlusskollektion THE SOUND OF THE HOMELESS(NESS), die in London als „collection of the year: menswear“ ausgezeichnet wurde. Das Thema der wunderschönen Kollektion kann auch als Hommage an die Heimat aufgefasst werden. Basierend auf der Idee der Suche nach Wurzeln und dem Zugehörigkeitsgefühl in einer globalisierten Welt, setzt sich Tina in ihrer Kollektion mit dem Erbe der österreichischen Tracht auseinander.

Aus Österreich selbst hat sie bislang eher wenig Feedback bekommen, umso gespannter ist sie darauf „ob man in Wien ihre Vision genau so versteht, wie es die auf der Insel tun.“ Tina freut sich jedenfalls schon sehr darauf ihre Kollektion in der AFA-Night zu präsentieren. Und mir war es ein Vergnügen.


Fotos: Tina Elisabeth Reiter


Text: Elvira Greblic

Leonie-Rachel departure DIPTYCH Designer
April 18, 2012 at 12:03pm

Photos © Michael Strasser 2012, Landscapes by Benjamin Tomasi

Ein Kaffee mit DIPTYCH.

Letzten Mittwoch traf ich die beiden Damen Valerie Lange und Ali Zedtwitz  von DIPTYCH im Café Prückel.
Selten habe ich meinen Café Latte so sehr genossen wie mit den beiden, welche mir ihre Erstehungsgeschichte und viele andere Anekdoten erzählten.

Die beiden kennen sich seit ihrer Studienzeit auf der Angewandten. Und nach ihrem Abschluss, merkten sie schnell, dass sie zusammen arbeiten wollten.

Die Namenswahl, so Valerie, war ein harter Weg, denn sie erinnert sich noch gut daran, viele Lexika und andere Bücher ins Café in der Urania geschleppt zu haben. Im Endeffekt wählten sie den Namen, aufgrund ihres Lieblingsbildes „Duke and Duchess of Urbino“, welches ein Diptychon (ein zweiteiliges Bild) ist.

Bis jetzt entstanden zwei Kollektionen. Von denen es die letzte „golden brown“, am 26. April im Pop-up Store (Getreidemarkt 11), zu kaufen gibt.
Für die Zukunft planen Valerie und Ali erstmals eine Winterkollektion und natürlich wieder ein Pop-Up Event.

Auf die Frage, auf was sie sich im Zuge des 12 festival am meisten freuen, antworten sie ,„auf die Vorbereitungen der Show“ und lachen sich an. Man merkt, die beiden lieben nicht nur das designen, sondern auch das gemeinsame Erarbeiten ihrer Ideen. So erzählten sie mir, dass sie teilweise nicht einmal Skizzen brauchen, um sich gegenseitig ihre Vorstellungen zu erklären. Es entsteht alles durch das Gespräch und wie mir am Schluss verraten wurde, gibt es im Laufe dieser Gespräche ein Lied, welches dann auch zum Titel der Kollektion wird.
Zuhause angekommen, hörte ich mir sofort die mir genannten Titel „Golden Brown“ und „I´m a victim of this song“ an, und suchte mein Sparbuch heraus, um am 26. April vielleicht einige der bezaubernden Stücke zu ergattern.

Leonie-Rachel

AFA; Edisa; Fashion; Festival; mijatrosa; Designer
April 12, 2012 at 12:01pm

. mija t. rosa // Authentic / Simple / Sophisticated / Timeless.

Authentic, simple, sophisticated and timeless, these are the main subjects for the Viennese fashion designer Julia Cepp’s collections. Julia Cepp, was born in Graz in 1975, finished graphic design school and after an internship at modus vivendi, she graduated from fashion school Michelbauern. After that she studied at the Fashion Department at the University of Applied Arts in Vienna with Raf Simons. Her diploma collection “Angels” in 2004 was awarded the Rondo/Nokia Fashion Award. Although in the same year she became mother of a son. 

mija t. rosa” was founded in March 2009. She manages her work and family, having a successful career as a fashion designer makes her a role model for many women. 

Her label named as “mija t. rosa is an anagram of Julia Cepp’s Grandmother’s madden name, Maria Jost. Julia says: “My work was always dedicated to her. And the topics that have always interested me, go far back in my own story.”

Her collections negotiate images of women who are available for their self-determination and freedom of action, but also for the social barriers that counteract that.  And this is a result of the elaborate design work. The combination of manual and industrial aesthetics and traditional and avant-garde elements determine the designs. Her collections are available at
boutique Glanz & Gloria

Julia Cepp is nominated at the AFA-Austria Fashion Awards 2012 for the Fashion Production Award of the Vienna Economic Chamber for woman’s wear.  I enjoyed our fashion conversation and having afternoon tee in her atelier. :-)
Herewith, I wish her good luck and success with the nomination! 










Text and Photos: Edisa Shahini

Designer Wilfried Mayer departure
April 10, 2012 at 11:02am

Auf einen Kaffee mit Wilfried Mayer

Letzte Woche ging es zu Wilfried Mayer, welcher mich aufs Herzlichste in seinem Atelier im 2. Bezirk empfing.

Nicht viele junge Talente, welche ins Ausland gehen, kommen wieder zurück. Wilfried Mayer tat aber genau dies. Wien inspiriert ihn, und auch die Tatsache, dass die Lebenshaltungskosten geringer sind als in den großen Modemetropolen war für ihn ein Grund, 2005 zurückzukehren und sein Label Wilfried Mayer zu gründen.

Zwischen Maßhemden und wunderschönen Herrenhosen erzählte mir Wilfried Mayer über seine Liebe zum Schuhdesign, welches er erfolgreich in Mailand für Bally machte, und wie er nach dem Studium lernte, dass es doch sinnvoll ist, mit Entwürfen zu arbeiten.

Bei einem Rundgang durch sein Atelier, welches mir persönlich ausgesprochen gut gefiel, zeigte er mir seine Arbeiten, welche er kürzlich in Stuttgart bei der Blickfang, der internationalen Designmesse für Möbel, Mode und Schmuck, präsentierte.

Man darf gespannt sein, was Wilfried Mayer auf der departure Fashion Night präsentieren wird, denn momentan befindet der Designer sich noch mitten im Vorbereitungsprozess. Auf die Frage auf was er sich am meisten freut im Zuge des 12 festival for fashion & photography antwortete er „Auf meine Show natürlich!“ und wir uns selbstverständlich auch.

Leonie-Rachel

Martina Designer AFA Natures of Conflict BRADARIC:OHMAE
April 4, 2012 at 11:29am

AFA // Modepreis der Stadt Wien - Modedesign 2x2

Im Gespräch mit BRADARIC:OHMAE und Natures of Conflict

Zu einem Highlight des festival for fashion & photography zählen zweifelsohne die AFA-Austria Fashion Awards. Ich hatte das Vergnügen mich mit den zwei Finalisten-Duos im Rennen um den Modepreis der Stadt Wien, einem Bestandteil des AFA-Preispotpourris, zu treffen. Unter anderem erfuhr ich viele interessante Details über den Mode-Alltag – wir sprachen über Inspirationsquellen und Eindrücke der vergangenen Festivals.  

Tanja Bradaric und Taro Ohmae sind die zwei sympathischen Köpfe hinter dem 2011 gegründeten Label BRADARIC:OHMAE. Sie lernten sich in der Modeklasse der Universität für angewandte Kunst kennen, absolvierten zusammen Praktika in Paris. Im Zuge des 11 festival präsentierten sie ihre erste gemeinsame Kollektion Pictures Seen. Als Ausgangspunkt für diese nahmen sie sich selbst, ihre Herkunft, die damit verbundene Identität samt zugehöriger Stereotypen.

„Taro is coming from Japan, I am from Croatia. People always have typical visions when it comes to our home countries. We wanted to use those visions and pictures but still create something new out of them - turn things upside down.“

Fotos: Anna-Sophie Berger

Auch Accessoires finden sich neben Kleidung in ihrem Repertoire. Vor allem ihr Taschen-Projekt „COLOUR YOUR WINTER“ fand großen Anklang und war bereits schnell ausverkauft. Zu schade, ich hätte nichts dagegen würde sich eines der Exemplare zu meiner Garderobe gesellen. 

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Natures of Conflict ist der Name des 2008 gegründeten Modelabels von Nora Berger und Kathrin Lugbauer. Erst vor kurzem präsentierten sie während der Pariser Fashion Week ihre AW 12/13 Kollektion für die sie eine ganz spezielle Location wählten. Passend zu der durch Fischer und Seemänner inspirierten Kollektion fand diese nämlich auf einem Boot am Ufer der Seine statt. Generell ist das Duo stets an ausgefallenen Präsentationsformen interessiert.  

Fotos: Natures of Conflict

Auch für ihre letztjährige Herbst/Winter Kollektion ließen sie sich etwas ganz Besonderes einfallen. Mit ihren Designs eroberten sie die grüne Peripherie des Wiener Praters, begutachtet werden konnten diese dann während einer Fahrt mit der Liliputbahn. Der einzige Nachteil - sowohl im Prater als auch in Paris gingen die Präsentationen zwar glatt aber auch ebenso nass über die Bühne. Klatschnass, besser gesagt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt welche Orte sie in Zukunft noch mit ihrer Mode aufsuchen werden.  

Darauf wer den Preis mit nach Hause nehmen wird, sowieso!