festival for fashion & photography

www.12festival.at

departure wilfried mayer diptych daoyin 12festival edisa
June 2, 2012 at 12:52pm

|| DEPARTURE FASHION NIGHT ||

On the 4th day of 12 festival for fashion & photography, fashion lovers were lucky to attend the Depature Fashion Night 2012 at Museum of Ethnology. The show started with DIPTYCH, who created a wonderful summer atmosphere and fun on stage. Not just the outfits were refreshing, but the show was very entertaining and the models where shining. One of my favorite collections of the evening was the second show of Wilfried Mayer. I loved the clear cuts and wearable clothes for women and men. Such as the short black blazer or the elegant white shirts. My second favourite was daoyin. Beautiful clothes, light and sexy dresses, and the blue asymetric dresses were absolutely eye catching. The last show was house of the very island’s. When the show started, it was dark. And the models were wearing hats in different looks with lights with weird but funny accessories. I couldn’t really see the collection, because I was focused on models, who were running so fast. As you can see, I didn’t even have the chance to make more pictures. :-)

Enjoy the pictures below!

Cheers,

Edisa 


DIPTYCH

WILFRIED MAYER 

DAOYIN

house of the very island’s

Text & Photos (c): Edisa Shahini

Ute Ploier Hetzendorf departure
May 17, 2012 at 1:02pm

Ein bisschen mehr Ute Ploier

Ute Ploier ist erfolgreich. Sie managt Familie, Label und Professur und belebt die drei Bereiche mit ihrer authentischen Ruhe. Dabei scheint es, dass sich die unterschiedlichen Sphären nicht streng voneinander trennen lassen, sondern gegenseitig ergänzen.

Als Modedesignerin gibt es für Ute Ploier zwei Ebenen. Die eine ist die kreative, emotionale Arbeit, die sie die ganze Zeit begleitet und von sehr persönlichen Impulsen ausgeht. Die andere ist die organisatorsiche. „Es gehört als selbstständige Designerin eben dazu die Produktion der Kollektion zu organisieren. Das ist für unabhängige, kleinere Labels sehr viel schwieriger.“ Die Berufserfahrungen, die sie bei anderen Unternehmen gesammelt hat waren dafür sehr wertvoll. Wie viele Jungdesigner wurde auch Ploier erst nach der Ausbildung mit der finanziellen und organisatorischen Herausforderung konfrontiert, die gerade in der Anfangsphase eine große Hürde darstellen. Immer muss man für allfällige Überraschungen gewappnet sein. „Probleme gibt es immer wieder, man stößt an Grenzen.  Daher ist es wichtig Probleme ab der Entwicklung der ersten Prototypen vorzudenken.“ Immerhin geht es um große Summen, die bei der Entwicklung und Produktion einer Kollektion anfallen. Finanzielle Förderungen von der Stadt Wien und dem Bund waren für Ploier „eine große Hilfe“, denn die Finanzierung für die erste Kollektion und Anfangsinvestitionen sind ohne Sponsoring kaum zu bewältigen.

Ihre Familie nimmt natürlich eine ganz besondere Position in Ute Ploiers Leben ein. Sie stellt wahrscheinlich den intimen Rückzugsort dar, der privat bleiben darf. „Durch meine Familie, besonders seit der Geburt meiner Tochter, bin ich gezwungen ein regelmäßiges, strukturiertes Leben zu führen. Und das gefällt mir sehr gut.“ Den Nachtmenschen und den Kaffekonsum hat sie seither aufgegeben, dafür mit einer ausgeprägten Teesucht ersetzt. „Da gibt es wenigstens eine größere Abwechslungsmöglichkeit.“

 Die hat sie auch wenn sie nach Hetzendorf kommt und in die Rolle der Professorin schlüpft, denn seit diesem Jahr hat sie die Professur des BA Mode der Kunstuni Linz am Standort Hetzendorf inne.  Beim 12 festival for fashion & photography wird Ute Ploier nicht selbst zeigen, sondern unsere Abschlussshow antreiben. Sie beschreibt die Aufgabe der Professorin so: „Ich will eine Unterstützung sein, wenn StudentInnen nicht weiter wissen. Es kann extrem befriedigend sein, zu sehen, wie sich eine Arbeit entwickelt und an den Punkt zu kommen, an dem der/die StudentIn zufrieden ist.“ Eine gewisse Unnahbarkeit, die man als Student manchmal zu spüren bekommt, will ein mögliches Abhängigkeitsverhältnis vermeiden. Ute Ploier kennt aus eigener Erfahrung die Vorteile des selbsständigen, selbstsicheren Arbeitens. „Ich war im Studium nie der Star und wurde nicht wie andere dauernd gelobt. Das war gut so. Ich wurde dadurch abgehärtet.“ Daher rührt wahrscheinlich auch ihre bescheidene, unaufdringliche Art in den Korrekturgesprächen. Ute Ploiers Tipp für alle Modeanfänger: „Man sollte die Mode am Ende nicht allzu ernst nehmen, sondern versuchen, entspannt an die Sache heranzugehen.“

(Der Studiengang BA Mode läuft leider trotz großer Bemühungen des Lehrkörpers und der StudentInnen in zwei Jahren endgültig aus.)

Louise Witt-Dörring

Leonie-Rachel departure DIPTYCH Designer
April 18, 2012 at 12:03pm

Photos © Michael Strasser 2012, Landscapes by Benjamin Tomasi

Ein Kaffee mit DIPTYCH.

Letzten Mittwoch traf ich die beiden Damen Valerie Lange und Ali Zedtwitz  von DIPTYCH im Café Prückel.
Selten habe ich meinen Café Latte so sehr genossen wie mit den beiden, welche mir ihre Erstehungsgeschichte und viele andere Anekdoten erzählten.

Die beiden kennen sich seit ihrer Studienzeit auf der Angewandten. Und nach ihrem Abschluss, merkten sie schnell, dass sie zusammen arbeiten wollten.

Die Namenswahl, so Valerie, war ein harter Weg, denn sie erinnert sich noch gut daran, viele Lexika und andere Bücher ins Café in der Urania geschleppt zu haben. Im Endeffekt wählten sie den Namen, aufgrund ihres Lieblingsbildes „Duke and Duchess of Urbino“, welches ein Diptychon (ein zweiteiliges Bild) ist.

Bis jetzt entstanden zwei Kollektionen. Von denen es die letzte „golden brown“, am 26. April im Pop-up Store (Getreidemarkt 11), zu kaufen gibt.
Für die Zukunft planen Valerie und Ali erstmals eine Winterkollektion und natürlich wieder ein Pop-Up Event.

Auf die Frage, auf was sie sich im Zuge des 12 festival am meisten freuen, antworten sie ,„auf die Vorbereitungen der Show“ und lachen sich an. Man merkt, die beiden lieben nicht nur das designen, sondern auch das gemeinsame Erarbeiten ihrer Ideen. So erzählten sie mir, dass sie teilweise nicht einmal Skizzen brauchen, um sich gegenseitig ihre Vorstellungen zu erklären. Es entsteht alles durch das Gespräch und wie mir am Schluss verraten wurde, gibt es im Laufe dieser Gespräche ein Lied, welches dann auch zum Titel der Kollektion wird.
Zuhause angekommen, hörte ich mir sofort die mir genannten Titel „Golden Brown“ und „I´m a victim of this song“ an, und suchte mein Sparbuch heraus, um am 26. April vielleicht einige der bezaubernden Stücke zu ergattern.

Leonie-Rachel

Designer Wilfried Mayer departure
April 10, 2012 at 11:02am

Auf einen Kaffee mit Wilfried Mayer

Letzte Woche ging es zu Wilfried Mayer, welcher mich aufs Herzlichste in seinem Atelier im 2. Bezirk empfing.

Nicht viele junge Talente, welche ins Ausland gehen, kommen wieder zurück. Wilfried Mayer tat aber genau dies. Wien inspiriert ihn, und auch die Tatsache, dass die Lebenshaltungskosten geringer sind als in den großen Modemetropolen war für ihn ein Grund, 2005 zurückzukehren und sein Label Wilfried Mayer zu gründen.

Zwischen Maßhemden und wunderschönen Herrenhosen erzählte mir Wilfried Mayer über seine Liebe zum Schuhdesign, welches er erfolgreich in Mailand für Bally machte, und wie er nach dem Studium lernte, dass es doch sinnvoll ist, mit Entwürfen zu arbeiten.

Bei einem Rundgang durch sein Atelier, welches mir persönlich ausgesprochen gut gefiel, zeigte er mir seine Arbeiten, welche er kürzlich in Stuttgart bei der Blickfang, der internationalen Designmesse für Möbel, Mode und Schmuck, präsentierte.

Man darf gespannt sein, was Wilfried Mayer auf der departure Fashion Night präsentieren wird, denn momentan befindet der Designer sich noch mitten im Vorbereitungsprozess. Auf die Frage auf was er sich am meisten freut im Zuge des 12 festival for fashion & photography antwortete er „Auf meine Show natürlich!“ und wir uns selbstverständlich auch.

Leonie-Rachel