Edenbar
Photography
Streetstyle
Edisa;
June 5, 2012 at 10:15am
One Of A Kind: EDEN BAR
There is no other bar in Vienna which looks like the Eden Bar. Sure there are other good bars, but Eden has history and that’s why it’s - one of a kind! During the 12 festival for fashion & photography, Nicole Adler will present her book Vienna for Women only at Eden Bar.
Age is always a thorny subject for conversation, and all the more so when alcohol is involved. Sitting in a classic bar atmosphere, listening to live music performed by different artists, dancing and being surprised by great service - is the Eden’s tradition. In 2004, this Viennese nostalgic bar turned 100 years old. The bars owner Heinz Werner Schimanko, who was amusing his guests everytime when he was around, and the bars crew photographers document the most cheerful evenings by showing the pictures of guests outside of the bars windows.
This is the place where you can meet celebrities, great artists, politicians, peers, business people and the crème de la crème of the Viennese society. Especially the live music and singers, bring the right mood for the guests. The “Eden Bar” is one of the most traditional night locations in the city. Many people say that the “Eden Bar” deserves a place on the list of the 10 best bars in the world.
We are so looking forward for the Nicole Adler’s book “Wien For Women Only” presentation at Eden Bar on June, 5th 2012. (by invitation only)

Wien for Women only (c) Christian Brandstätter Verlag

Nicole Adler photographed by Tina Herzl
Nicole Adler is a fashion journalist. She conducted the fashion department of the newspaper Kurier, was as fashion editor at magazine DIVA while in the construction phase of Unit F for fashion. Now she presents her book, published in May as part of the 12th festival.


Here are my street impressions:

Roger Valentin Mandt
The Fox House
Photography
Gruppenausstellung
12festival
jakob végh
May 21, 2012 at 1:00pm
Roger Valentin Mandt im 365 - The Fox House: Erste Foto-Ausstellung in Wien
DAS GEGENTEIL EINER KONVERSATION
7. Mai, 1 Uhr 32. „Es ist schon spät und meine Konzentration neigt sich meinem Bettchen entgegen.“ Davor erläutert mir Roger Valentin Mandt sein Ausstellungskonzept für das The Fox House. Er nennt es ein loses Beispiel der Identifikation als Prozess mit dem Versuch der allgemein akzeptierten Übereinkunft. Und wie? „Das Gegenteil einer Konversation.“ Endgültig auf die Spur bringt mich Rogers Hinweis: „Die Bildsprache ist der Dialog.“
Natürlich frage ich, ob der Fotokünstler schon einmal in Wien ausgestellt hat. Nein, hat er nicht. Und welches Verhältnis er zur Stadt hat? „Es sehnt sich danach, wachgeküsst zu werden.“
Warum auf seiner Internet-Plattform eine Biografie fehlt?
„Darum geht es nicht.“
Worum dann?
„Das Portfolio ist eine Werkschau. Die Aussage findet sich in den Bildern.“
Das erklärt vielleicht auch, warum mir der Künstler kein Konterfei geschickt hat.
Philosophisch gibt sich Roger dann bezüglich Eurokrise und Gier.
„Arm dran sind die, deren Namen ihnen keine Chance lässt.“
Musste auch kommen, die banale Frage, wie ein Fotograf zur Fotografie gekommen ist. „Ein früher, glücklicher Zufall.“ Was für ihn Professionalität bedeutet: „Es genügt nicht, sich in der begrenzten Welt eines selbstverliebten Fotografen zu bewegen.“
Lieblingsmotive? „Ich setze die Ästhetik der Gestaltung um.“
Mandts menschenverlassene Tankstellenstudien erinnern mich an Edward Hopper. Ein Treffer: Roger kann sich damit identifizieren.
Zurück zur visuellen Kommunikation. Schließlich fotografiert Mandt für bedeutende Unternehmen. „Es ist großartig für einen international bekannten, natürlich auch erfolgreichen Architekten und Designer wie Hadi Teherani, mit seinem Team zu arbeiten.“
Was bevorzugt der Künstler? Schwarz-weiß oder Farbe? „Beide können sich ergänzen, voneinander lernen, profitieren und eine gewisse Freiheit simulieren.“ Interessant.
Auf dem 12 festival for fashion & photography wird Mandt seine fotografischen Kreationen in der Gruppenausstellung Plastikhumor oder Was ist naturschön? im 365 - The Fox House ab 2. Juni zur Diskussion stellen. Mit Vergnügen, sagt er und: „Eine Ausstellung wird vom Publikum zum Leben erweckt.“ Das merke ich mir.
Und Rogers Verhältnis zur Mode, dem zweiten zentralen Thema des Festivals? Mandt erzählt mir, dass er sich vor kurzem ein T-Shirt gekauft hat. Mühsam, sagt er, nachdem er erst im dritten Shop gefunden hatte, was er wollte. „Es ist doch nur ein T-Shirt gewesen und dafür der ganze Aufwand.“ Roger Valentin Mandt und seine nachhaltige Bildsprache erwartet euch – demnächst im The Fox House .
Roger Valentin Mandt; geboren 1971 in Stettin; 1995 – 1998: Ausbildung zum Werbefotografen in den Seekamp Studios, Bremen; seit 1998 freier Werbefotograf in Hamburg, dann Berlin. http://www.rogermandt.de/
Flora P.
12festival
Gruppenausstellung
The Fox House
jakob végh
photography
May 18, 2012 at 1:24pm
Fotokünstlerin Flora P.- Vom Playboy ins 365 - The Fox House:
POLARISIERENDE ÄSTHETISCHE FREIZÜGIGKEIT
Flora P. definiert im interaktiv geführten Gespräch ihren Zugang zur Aktfotografie, sie bekennt sich zur geradezu süchtigen Selbstdarstellung. Ob sie mit der ästhetischen Darstellung ihres nackten Körpers nicht doch Gefahr läuft, missverstanden zu werden? Kunst lebt von Missverständnissen und den daraus resultierenden Interpretationen, sagt Flora P. im Interview. Beim 12 festival for fashion & photography ist die Künstlerin im The Fox House im Rahmen der Gruppenausstellung Plastikhumor oder Was ist naturschön? zu sehen. Ihre Aktfotografien polarisieren. Resonanz und Konfrontation sind programmiert.
Du beschreibst dich als dein “eigenes Aktmodell” und als “Selbstdarstellerin”. Kommst du ganz ohne Hilfe aus? Bist du auch dein eigener Regisseur, Requisiteur und Marketing-Manager?
Ich mache alles selbst.
Du fotografierst dich nackt. Sagst, dass dein Gesicht - nicht der Körper - das Gerüst deiner Fotos bildet. Schenkt man nicht einem nackten Körper mehr Aufmerksamkeit als einem Gesicht?
Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Ausdruck meines Gesichts. In Verbindung mit bewusst gewählter Körperhaltung sowie einer besonderen Location werden meine Fotos ein besonderes Ganzes.
Deine Fotografien bezeichnest du als ästhetische Freizügigkeit. Und sagst, dass du mit unschuldiger Nacktheit gegen die Überflutung entblößter Darstellungen antrittst. Wirst du da nicht in einer Gesellschaft, in der sich Sex gut verkauft, missverstanden und missbraucht?
Es muss mir egal sein, wenn mich Leute missverstehen. Kunst lebt von Missverständnissen und den daraus folgenden Interpretationen.
Du sprichst von einem sinnlichen Werk zwischen Kontrolle und Sehnsucht. Wie definierst du diese Sehnsucht?
Sehnsucht definiert sich nach neuen Selbstbetrachtungen und lässt sich nicht auf ein andauerndes Gefühl reduzieren.
Du hast dich und deine Kunst mehrfach - auch in international renommierten Medien - erfolgreich präsentiert. Unter anderem im Playboy, was irritiert. Trotz Ästhetik und künstlerischer Ambitionen ist der Playboy doch als Medium für Voyeure verrufen.
Voyeurismus ist nichts Schlechtes, so lange es Exhibitionisten gibt, die ihn freiwillig nähren. Der Playboy ist die älteste und renommierteste Erotikzeitschrift der Welt und ermöglichte mir, meine ersten Selbstfotografien zu veröffentlichen.
Wer oder was hat dich bewogen, beim 12 festival auszustellen?
Ich wurde vom Fox House eingeladen.
Wie bist du zur Fotografie gekommen und zu deinem unverwechselbaren Stil? Wie gelingt es dir, dich immer wieder neu zu inszenieren?
Nach langjähriger Erfahrung als Aktmodell wurde mir klar, dass nur ich diejenige sein kann, die ihre eigenen Phantasien auf diese Weise umsetzen kann. Meine Neuinszenierungen gelingen durch Recherche, konstante Arbeit und Sucht zur Selbstdarstellung.
Wirst du dich in absehbarer Zeit eventuell künstlerisch neu orientieren? Andere Motive?
Solange ich mich selbst nicht langweile, werde ich dieser Sucht nachgehen.
Wie stehst du zu Kleidern, zur Mode?
Mode soll uns nicht formen sondern unsere eigene Form unterstreichen.
Kennst du das The Fox House und sein Konzept?
Ja. Daher bedauere ich die frühzeitige Schließung.
Kannst du von deiner Kunst leben? Verkaufst du deine Fotografien? Und kommerziell Fotos? Als zweites Standbein?
Hauptsächlich lebe ich vom Verkauf der Prints meiner Selbstportraits, manchmal nehme ich aber auch Aufträge in der Portraitfotografie und Bildbearbeitung an.
Wirst du zum 12 festival ins The Fox House, kommen? Was erwartest du dir ganz persönlich vom Festival?
Ja, ich werde da sein und erwarte mir eine gewichtige Resonanz auf meine Arbeit.
Flora P.; geboren 1984 in Graz; Fotokünstlerin, die sich selbst und ihren Körper ästhetisch inszeniert; arbeitet als Fotografin in Wien; ist ihre eigene und einzige Darstellerin; zahlreiche Ausstellungen und Publikationen in internationalen renommierten Printmedien. www.florap.com
Text: Jakob Végh
Gruppenausstellung
Martina
Photography
The Fox House
photosalonhelga
Helga Traxler
April 19, 2012 at 12:04pm
photosalonhelga // Zwischen Fotografie und Mode
Schon 2009 sorgte die junge Fotografin Helga Traxler im Rahmen des festival for fashion and photography für Aufmerksamkeit. Für ihre Fotostrecke „When I was a child“, in der sie Aspekte ihrer Kindheit fotografisch umsetzte, wurde sie mit dem Editorial Award von Unit F ausgezeichnet. Ganz ohne Mode. Auch in den vergangenen zwei Jahren war sie stets mit ihren Arbeiten am Festival vertreten. Dieses Jahr werden ihre Fotografien im Zuge der Gruppenausstellung im 365 – The Fox House zu sehen sein. Im Gespräch erzählte mir Helga von ihren fotografischen Anfängen, prägenden Auslandsaufenthalten und ihrem Weg in die Welt der Modefotografie.

Foto: Violetta Walkobinger
Geboren wurde Helga in Oberösterreich, nachdem sie ihre schulische Laufbahn beendet hatte zog es sie erstmal ins Ausland, nach Barcelona, bevor sie zunächst nach Wien und später nach Linz zurückkehrte um ihr Fotografie und Grafik Bachelorstudium an der Kunst-Uni Linz zu beginnen. Es folgte ein Auslandsjahr in Lissabon sowie Praktika in New York. Im Juni wird sie mit dem Master in Visueller Kommunikation mit Schwerpunkt Fotografie abschließen.
Mit ihren Arbeiten möchte sie dem Betrachter einen Blick auf sich selbst, ihre Persönlichkeit, vermitteln. Selbstfindungsprozesse werden verarbeitet, Geschichten erzählt. Nicht nur das bloße Abbilden. Inspiration für die Umsetzungen findet sie vor allem in ihrem direkten Umfeld. Sei es eine Location, eine Person oder etwas ganz Alltägliches. So dient beispielsweise ihr photosalonhelga auch als Plattform, ein Sammelsurium an Eindrücken und Gedanken aus ihrem täglichen Leben, feinsäuberlich archiviert. Ihre Fotoshootings, die zwar meist inszeniert sind, können so oft dennoch ganz spontan entstehen.

Auch das Interview wurde gleich konserviert. Helga und unser Flyer.
Während des 12 festival for fashion & photography wird sie ihre neueste Fotostrecke „I’ll be right back – Showpaper“ präsentieren, die in Zusammenarbeit mit dem Modelabel LILA/Lisi Lang in New York entstanden ist.
Einen kleinen Vorgeschmack haben wir bereits hier für euch:



© Helga Traxler // www.photosalonhelga.com
Model: Katja Seifert
Fashion/Styling: Lisi Lang/LILA/Vienna
Photography/Retouch: Helga Traxler
Location: Brooklyn, NYC – December 2011
Text: Martina Lajczak
12festival
Andreas Seibert
Edwina Hörl
Fashion
IMPOSSIBLE
Interview
Photography
NAMIDA
Jakob Végh
April 15, 2012 at 2:04pm
ANTWORT AUF DIE ZEICHEN DER ZEIT
Interview mit Edwina Hörl
Das Mode-und Fotografieprojekt – so die Modedesignerin Edwina Hörl – ist ein Versuch die Betroffenheit und Anteilnahme nach der 3fach-Katastrophe im Osten Japans zum Ausdruck zu bringen. Das Projekt ist allen Menschen gewidmet, die darunter gelitten haben, geliebte Menschen verloren haben und auch noch weiterhin davon betroffen sind.
Sie sind Österreicherin und haben Tokio zu Ihrem Lebensmittelpunkt gemacht – ohne Wien aus den Augen zu verlieren? Denken Sie daran, irgendwann einmal die Vorzeichen zu vertauschen?
Nein, meinen Lebensmittelpunkt habe ich nun in Japan gefunden, auch wenn mir Österreich weiterhin verbunden bleiben wird.
Ist Kleidermachen Kunst, wie Malen oder Fotografieren oder literarisch tätig zu sein?
Ja, auch Kleidermachen kann eine künstlerische Auseinandersetzung als Basis sowie als Ausdruck haben und demnach Kunst sein. Dennoch muss nicht jedes Malen, Schreiben oder Fotografieren gleich Kunst sein! Spätestens seit der Postmoderne sollten sich doch – wenn auch manchesmal nur in Ansätzen – Grenzen von künstlerischen Disziplinen aufgelöst oder zumindest verschoben haben.
Dann sind die von Ihnen kreierten Kleider Einzelstücke, Unikate oder in einer größeren Stückzahl aufgelegt?
Nein! Ich entwerfe Mode für ein breites Publikum und nicht für eine Elite, die sich Einzelstücke leistet. Auch die Kunst hat sich dahingehend – zum Glück – geöffnet!
Kunstwerke, die sich jemand leisten kann? Beziehungsweise: Wer?
Jeder kann sich ‹ Edwina Hörl › leisten, wenn er oder sie ein bisschen darauf spart. Wir sollten nicht nur unsere Lebensmittel bewusster einkaufen, sondern uns auch bewusst für Kleidung entscheiden. Der Mode-Markt, auf dem ein T-Shirt für 2 Euro verkauft wird…..wollen wir das wirklich unterstützen?
Sie setzen sich mit Substanzen, Raum, dem Material und dem Körper auseinander. Nehmen Sie dabei Rücksicht auf die Bedürfnisse des Publikums? Es gibt doch immer wieder Trends.
Ich arbeite stark konzeptuell und auch interdisziplinär. Es ist mehr ein Nachdenken über Mode und Gesellschaft, als ein bloßes Erschaffen von Kleidung. Ebenso lebe ich in Tokio, eine Metropole der Trends, die nicht nur mich, sondern eine Vielzahl an Kunst- und Kulturschaffenden beeinflusst bis hin zu Modeinteressierten aus Wien.
Sind Sie beim 12festival anwesend?
Ja, das bin ich und mit mir, so hoffe ich, mein japanischer Assistent Ryusuke Kase sowie meine Wiener Mitarbeiterin Sabina Muriale.
Mode ist ein gesellschaftliches Phänomen, sagen Sie. Sie geben Antwort auf die Zeichen der Zeit, auf das soziale Klima einer Gesellschaft.
Ich setze mich in meinen Kollektionen immer wieder mit gesellschaftlichen oder auch politischen Themen auseinander. Ein Beispiel ist meine Kollektion MIMI, die sich mit dem Thema der Migration und der MigrantInnen in Japan auseinandersetzt. Oder nehmen Sie das aktuelle Fotoprojekt, das ich zum 12festival zeige. NAMIDA (“Tränen“), das sich mit dem Erdbeben im Osten Japans und dem Tsunami auseinandersetzt. Es ist den Menschen gewidmet, die darunter gelitten haben und auch weiterhin dadurch beeinflusst sind und leiden. Von der Umwelt ganz zu Schweigen. Ein Thema, dass allerdings auch weltweit nicht vergessen werden sollte! Japan 3.11 wird sicherlich auch weiterhin meine Arbeit als Modedesignerin beeinflussen. Ich bin ein politisch denkender und handelnder Mensch und seit der Dreifachkatastrophe Mitglied des Projektes „NAMIDA Project“, eine Initiative, die den Menschen in der Tohoku Region helfen soll und für ganz Japan Informationen bündelt und aufklärt.
Wie reflektieren Sie dabei die Wirtschaftskrise? Die Zeit, in der sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnet?
Siehe KiKi – Kollektion schon vor einigen Jahren…
Ist Ihre Mode ausschließlich für Frauen bestimmt oder auch für den Mann?
Ich unterscheide modisch nicht zwischen den Geschlechtern.
Mich hat Ihr Hinweis auf den Flohmarkt am Wiener Naschmarkt berührt. Sie sagen, dass ein Flohmarkt eine Art Bibliothek ist, ein Archiv von Kleidungsstücken, die alle eine Geschichte haben. Lassen Sie sich von der Mode vergangener Epochen inspirieren?
Jede/r Modedesigner/in oder auch zum Beispiel jede Kunst, lässt sich von vergangenen Epochen oder anderen Kulturen inspirieren. Wir sind gar nicht im Stande Neues zu erschaffen, sondern bauen immer auf Vergangenes auf. Uns ist quasi die zuvor gelebte Kultur in unser kreatives Denken eingebrannt. Wir können nur neu interpretieren und darüber reflektieren.
Eine Frage noch zur Kooperation mit dem Dokumentarfotograf Andreas Seibert, mit dem Sie bereits in Tokio ausgestellt haben. Der Titel NAMIDA („Tränen“). Eine Antwort auf die Erdbebenkatastrophe. Was verbindet Ihre modische Kollektion mit Seiberts doch sehr realistischen fotografischen Arbeiten? Wie stellt sich das Miteinander beim 12festival dar?
Mode ist ein sozial verhandeltes Phänomen unserer Gesellschaft und kann als Medium gleichwohl der Fotografie, Geschichten über Menschen als auch sozialpolitische Themen wiedergeben - wenn auch mit einem anderen Zugang oder Ausdruck. Was mir jedoch an dieser Zusammenarbeit mit dem Fotografen Andreas Seibert und den GrafikdesigerInnen Alex Sonderegger (so) und Susanna Baer (ba) von so+ba (Art Direction) wichtig zu betonen wäre, ist, dass wir aufgrund unserer Betroffenheit nach der Dreifachkatastrophe dieses Projekt gemeinsam gestaltet haben. NAMIDA („Tränen“) ist ein für Japan erarbeitetes Mode- und Fotografieprojekt, das in der Form seiner Präsentation die Lücken und die Leerstellen aufzeigt, die eine solche Katastrophe in den Leben der Menschen hinterlassen hat. Daran wollen wir erinnern und auch ein Bewusstsein für diese menschliche und umweltpolitische Problematik erschaffen.
Edwina Hörl ist österreichische Modedesignerin und gründete 1996 ihr gleichnamiges unisex Label in Wien. Sie lebt und arbeitet seit 2000 in Tokio. Ihre Mode zeichnet sich vor allem durch eine konzeptuelle und interdisziplinäre Arbeit aus. Hörl lehrt Textile Kunst an der Akademie der Bildenden Künste im Department für Moden & Styles.
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NAMIDA kommt zum 12festival for fashion und photography nach Wien; IMPOSSIBLE Project Space; 1070 Wien, Kaiserstraße 74. Vom 2. bis 16. Juni 2012; Öffnungszeiten: Mo - Fr: 11 -18 Uhr; Sa: 10 - 18 Uhr; Eintritt frei. Vernissage: Sa, 2. Juni,19 Uhr
Text: Jakob Vegh
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Credits
Fotos / Andres Seibert, prolitteris
Künstlerische Leitung & Gartenarbeit / so+ba
Mode & Kollektions-Konzept / Edwina Hörl und Team
12festival
NAMIDA
Andreas Seibert
Edwina Hörl
Fashion
Photography
IMPOSSIBLE
April 14, 2012 at 12:03pm
Dokumentarfotograf trifft Modedesignerin: Das Ausstellungsprojekt NAMIDA ist den Erdbebenopfern Japans gewidmet
FABULOUS: FASHION MEETS PHOTOGRAPHY
Wie begegnet der Künstler einer Naturkatastrophe, wie verarbeitet er das Leiden Betroffener? Edwina Hörl, österreichische Modedesignerin und Andreas Seibert, Schweizer Dokumentarfotograf. Beide leben und arbeiten in Tokio. Sie haben die Dreifachkatastrophe unmittelbar erlebt und gemeinsam das NAMIDA-Ausstellungsprojekt geschaffen. Ich habe nachgefragt, wie Erdbebenfolgen, Modedesign und Fotografie harmonisieren, ohne dass das eigentliche Ziel verloren geht.
Edwina Hörl meint, dass sie sich in ihren Kollektionen immer wieder mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinandersetzt. Dass sie ein politisch denkender und handelnder Mensch ist. Vor diesem Hintergrund ist ihr Engagement für das NAMIDA-Projekt zu sehen. Eine Initiative, die den Menschen in der Tohoku Region gewidmet ist. Die menschliche und umweltpolitische Problematik soll weltweit im Bewusstsein bleiben, sagt Hörl und: „Japan, 3. November, wird auch weiterhin meine Arbeit als Modedesignerin beeinflussen.“
Es war die Betroffenheit nach der Katastrophe, aus der die Zusammenarbeit mit Andreas Seibert resultierte. „Das in Form seiner Präsentation die Lücken und Leerstellen aufzeigt, die eine solche Katastrophe in den Leben der Menschen hinterlassen hat.“
Das Mode, Fotografie und soziale Anliegen keine Widersprüche sind, zeigt sich im konzeptuellen und interdisziplinären Arbeiten von Hörl und Seibert: “Mode ist ein sozial verhandeltes Phänomen unserer Gesellschaft und kann als Medium gleichwohl der Fotografie, Geschichten über Menschen als auch gesellschaftspolitische Themen wiedergeben.“
Andreas Seibert ist ein weltbekannter Dokumentarfotograf. „Ich habe immer mal wieder Mode fotografiert.“ Das Kollektions-Konzept für NAMIDA („Tränen“) stammt von Edwina Hörl. Gemeinsam haben sie eine fotografische Sprache gesucht, um diese Idee – unterstützt von IMPOSSIBLE Wien - visuell umzusetzen. Andreas Seiberts Fotografien thematisieren im Zusammenhang mit der Katastrophe Themen wie Verlust, Vergänglichkeit, Zerrissenheit, Auflösung. Seibert: „Wie gut es uns gelungen ist, diese Themen visuell umzusetzen, können, müssen die Besucher natürlich selbst entscheiden.“ Und „Ich hoffe, dass die Fotografien für sich selbst sprechen.“
Das vollständige mit Andreas Seibert und Edwina Hörl geführte Interview folgt demnächst auf dem Blog.
NAMIDA kommt zum 12festival for fashion und photography nach Wien; IMPOSSIBLE Project Space; 1070 Wien, Kaiserstraße 74. Vom 2. bis 16. Juni 2012; Öffnungszeiten: Mo - Fr: 11 -18 Uhr; Sa: 10 - 18 Uhr; Eintritt frei. Vernissage: Sa, 2. Juni,19 Uhr
Text: Jakob Vegh
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Credit - Logo
Künstlerische Leitung / so+ba
Jakob Végh
Photography
Streetstyle
The Fox House
12festival
March 31, 2012 at 11:00am
Lokalaugenschein im Frühling
Auf dem Weg ins Fox House dokumentiere ich mit der Kamera, dass die Stadt aus dem Winterschlaf erwacht.
Dass eingeschlafene Gesichter lebendig werden, dass die Wintergarderobe ausgedient hat. Dass Minis noch auf sich warten lassen. Doch habe ich die erste Transparentbluse bereits gesichtet. Nach meinem Gespräch mit Tess Werner trete ich aus dem Fox-House auf die bereits dunkle Westbahnstraße. Da sehe ich die Straßenbahn kommen. Das Eis werd ich mir in der Innenstadt holen müssen.
Im Mai ist es endlich soweit. Dann erfolgt der Startschuss für das 12 festival for fashion & photography. Auf ein Wiedersehen im Fox House!
Maximilian, 23. Modestudent
Anna, 28. Rekrutin
Katharina, 23. Designerin & mein Schatten
Claudia, 25. Studentin
Steven, 24. Student
Sophie, 23. Modestudentin
Bild & Text: Jakob Végh