festival for fashion & photography

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AFA Austrian Fashion Awards Eric Rainer Michael Bader Natures of Conflict Pawel Fabjanski Sophie Skach Tina Elisabeth Reiter Völkerkundemuseum mija t. rosa superrated twenty(2)too Irina Lazarenu Jakob Végh
June 2, 2012 at 9:22am

Mode, Design und Gloria

Donnerstagabend. Verleihung der AFA – Austrian Fashion Awards, der wichtigsten heimischen Förderpreise für Designtalente.

Wiener Museum für Völkerkunde. Noch bin ich verzaubert von der vorgängigen Fashion Intervention. So kann der heutige Abend nur ein gelungener werden. Davor noch schnell ein Eis vom Schwedenplatz. Gelato, Gelato! Walderdbeer und Safran/Honig. Hoffentlich patz ich mich nicht an, habe ich mich doch in Schale geworfen.

Am Schwedenplatz riecht es nach Schweiß und ranzigen Käsekrainern. Wie die AFAs wohl riechen? Einlass 20.00 Uhr. Pünktlich stehe ich vor der Tür. Noch ist die Säulenhalle leer. Wo sind sie denn alle?  Backstage wird die Hölle los sein, denk ich mir. Dort werden die Models aufgehübscht, die Blumen für die Sieger eingefrischt und der Moderator feilt an der Begrüßung. Ladys and Gentlemen. Während die ersten Gäste eintrudeln und Sitzplätze okkupieren flüchte ich dorthin, wo ich hingehöre - in den Fotografen-Bereich. Die Show kann beginnen. Willkommen. Die Prämierung, der große Abend für die „Designers to Watch“.  Wir sind gespannt.

Dann geht es Schlag auf Schlag. Mein Favorit Tina Elisabeth Reiter wird mit dem Modepreis des BMUKK ausgezeichnet. Ihre Kollektion „The Sound of Homeless(ness)“ hat nicht nur mich überzeugt. Eine Hommage an die Heimat? Apfelstrudel, Schnitzel mit Nudeln und österreichische Tracht mit neuem Twist. Das Ganze mit Dubstep-Mix vom Sound of Music Klassiker „Favorite Things“ musikalisch untermalt. Die Trapp-Familie hätte ihre Freude gehabt.

Das nächste Highlight. Die Lagerfeld-Muse Irina Lazareanu schwebt für twenty(2)too, dem Erste Bank Award-Gewinner, über den Laufsteg. Applaus.

Das Ausnahmetalent Sophie Skach ist mit 23 Jahren die jüngste Teilnehmerin. In der Kategorie Students erhält sie den erstmals vergebenen ACF Austrian Creative Fur Award. In der Kategorie „Designers“ gewinnt das Label Eric Rainer ( Rainer Milalkovits ). Das Label NATURES OF CONFLICT (Kathrin Lugbauer und Nora Berger) freut sich über den mit Euro 10.000 dotierten Modepreis der Stadt Wien. Der begehrte Produktionspreis der Wirtschaftskammer Wien geht in der Kategorie „Women’s Wear“ an mija t.rosa (Julia Cepp) und in der Kategorie „Men’s Wear an das Wiener Label superated (Peter Holzinger und Christian Moser). Der Unit F Editorial Award wird den Modefotografen Pawel Fabjanski und Michael Bader überreicht.

Congratulations. My Pleasure! Amazing! Oh my God! Danke, Danke! Super, Super! Eine gelungene, eine tolle Show. Die Preisträger zeigen ihr schönstes Zahnpastalächeln, sie geben sich überrascht. Recht haben sie. Haben sie doch ihre Freizeit geopfert und ihr Herzblut, ihr großartiges Talent und ihren Schweiß in die nunmehr öffentlich anerkannte künstlerische Arbeit gesteckt.

AFA WINNERS

Bild & Text: Jakob Végh

Martina Designer AFA Natures of Conflict BRADARIC:OHMAE
April 4, 2012 at 11:29am

AFA // Modepreis der Stadt Wien - Modedesign 2x2

Im Gespräch mit BRADARIC:OHMAE und Natures of Conflict

Zu einem Highlight des festival for fashion & photography zählen zweifelsohne die AFA-Austria Fashion Awards. Ich hatte das Vergnügen mich mit den zwei Finalisten-Duos im Rennen um den Modepreis der Stadt Wien, einem Bestandteil des AFA-Preispotpourris, zu treffen. Unter anderem erfuhr ich viele interessante Details über den Mode-Alltag – wir sprachen über Inspirationsquellen und Eindrücke der vergangenen Festivals.  

Tanja Bradaric und Taro Ohmae sind die zwei sympathischen Köpfe hinter dem 2011 gegründeten Label BRADARIC:OHMAE. Sie lernten sich in der Modeklasse der Universität für angewandte Kunst kennen, absolvierten zusammen Praktika in Paris. Im Zuge des 11 festival präsentierten sie ihre erste gemeinsame Kollektion Pictures Seen. Als Ausgangspunkt für diese nahmen sie sich selbst, ihre Herkunft, die damit verbundene Identität samt zugehöriger Stereotypen.

„Taro is coming from Japan, I am from Croatia. People always have typical visions when it comes to our home countries. We wanted to use those visions and pictures but still create something new out of them - turn things upside down.“

Fotos: Anna-Sophie Berger

Auch Accessoires finden sich neben Kleidung in ihrem Repertoire. Vor allem ihr Taschen-Projekt „COLOUR YOUR WINTER“ fand großen Anklang und war bereits schnell ausverkauft. Zu schade, ich hätte nichts dagegen würde sich eines der Exemplare zu meiner Garderobe gesellen. 

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Natures of Conflict ist der Name des 2008 gegründeten Modelabels von Nora Berger und Kathrin Lugbauer. Erst vor kurzem präsentierten sie während der Pariser Fashion Week ihre AW 12/13 Kollektion für die sie eine ganz spezielle Location wählten. Passend zu der durch Fischer und Seemänner inspirierten Kollektion fand diese nämlich auf einem Boot am Ufer der Seine statt. Generell ist das Duo stets an ausgefallenen Präsentationsformen interessiert.  

Fotos: Natures of Conflict

Auch für ihre letztjährige Herbst/Winter Kollektion ließen sie sich etwas ganz Besonderes einfallen. Mit ihren Designs eroberten sie die grüne Peripherie des Wiener Praters, begutachtet werden konnten diese dann während einer Fahrt mit der Liliputbahn. Der einzige Nachteil - sowohl im Prater als auch in Paris gingen die Präsentationen zwar glatt aber auch ebenso nass über die Bühne. Klatschnass, besser gesagt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt welche Orte sie in Zukunft noch mit ihrer Mode aufsuchen werden.  

Darauf wer den Preis mit nach Hause nehmen wird, sowieso!