festival for fashion & photography

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12festival BA fashion Hetzendorf Jakob Végh Katharina Zanon Maximilian Rittler Wiener Straßenbahnmuseum Ute Ploier
June 13, 2012 at 12:21pm

Das 12festival der Superlative geht zu Ende

VON JUNGDESIGNERN, MODELS UND STRAßENBAHNEN

Wiener Straßenbahnmuseum. Pünktlich um 12:00 bin ich da. Nicht nur in Blogger-Mission, auch als Model bin ich gebucht. Für BA/FASHION 2012. Ich werde für Maximilian Rittler und Katharina Zanon „laufen“. Beides Studenten, des Bachelorstudiums Mode der Kunst-Uni Linz- in Kooperation mit der Modeschule Wien.

Die Location ist etwas Besonderes. Zwischen historischen Straßenbahnen zu „laufen“, das hat schon etwas. Ich bin nicht der einzige „Läufer“. Andere Models sind auch schon da. Ich unterhalte mich und bediene mich am Buffet. Pizza, Sushi, Wurstsemmeln, Käsesemmeln. Die Zeit verrinnt, nichts geht weiter, scheinbar. Dann letzte Fittings, das Make-Up für die Shows. Eine um 18:30 Uhr, die andere um 20:30 Uhr.

Meine Haare werden zu einem strengen Mittelscheitel frisiert. Passend zu Maximilian Rittlers, von der Tradition Britischer Jagd inspirierten Kollektion. Augenringe abdecken, dann „ready to go“. Wie nach jeder Generalprobe wird heftig debattiert, korrigiert und schlussendlich optimiert.

Fast-Forward. Mein erstes Outfit, das von Katharina Zanon. Geometrische Formen. Toll! Ein Blick in den Zuschauerraum. 18:30 Uhr. Die Show kann beginnen. Jakob, Jakob! Auf deine Position! Ich weiß, was ich zu tun habe - ich stelle mich in die Schlange. Jakob, go! War doch gar nicht so schlimm. Wie Achterbahnfahren, aber sonst? Schon geht es weiter, das Publikum wartet. Umziehen in rekordverdächtiger Zeit. Das Outfit von Maximilian Rittler. Signalrot. Ready für die zweite Show. 20.30 Uhr. Jakob, du bist dran! Das Resümee: Eine tolle Erfahrung, nette Leute, innovative Designs, ein reichhaltiges Buffet. Was will man mehr? Eben.

Ich bin schon oft in Shows „gelaufen“, aber das war diesmal etwas Besonderes. Junge Designer, die vor Kreativität und Ideen nur so sprühen. Der Funke ist auf das Publikum übergesprungen. Das spürt einer auf dem Laufsteg, das motiviert.

Trotzdem, die Stimmung ist getrübt. Beim Defilee machen die Studenten mit dem Geschrei HETZENDORF BRENNT darauf aufmerksam, dass ihr Studium abgeschafft, abgeschossen wird. Viele Fragen, aber keine Antworten.

Sorry. Zur Aftershow Party schaffe ich es nicht mehr. Die Müdigkeit hat mich im Würgegriff. Das Ende der Show bedeutet auch das Ende vom 12festival. Alles in allem: Ein Festival der Superlative. Für mich als Blogger eine tolle Erfahrung. Vermissen werde ich den Blog-Alltag und noch mehr EUER Interesse, für das ich mich herzlich bedanke. So long.

Bild: Maximilian Rittler
Text: Jakob Végh