festival for fashion & photography

www.12festival.at

afa AFA Mark Glassner elvira
June 22, 2012 at 10:52am

Am Set bei MARK GLASSNER

Fotograf und Videokünstler Mark Glassner war nach sechs erfolgreichen Jahren der Zusammenarbeit mit Unit F auch in diesem Jahr verantwortlich für die Konzeption und die Umsetzung der Visuals für die Nominierten der AFA - Austria Fashion Awards.

Das Ergebnis konnte sich in der Tat sehen lassen. In einer Installation aus Laufband, Projektor, Discokugel, jeder Menge Lampen und Matratze wurde das Model platziert. In einem Zusammenspiel ergaben alle diese Elemente ein perfektes Bild. Das Model musste dann eigentlich nur mehr gehen, stehen oder fallen. Mark stand währenddessen hinter der Kamera und hat gezaubert.

In seinen Videos und Fotos verfolgt Mark Glassner stets einen konzeptionellen Ansatz, wobei die Idee des Designers nicht durch seine eigene Arbeit untergraben werden soll. Mark bedient sich dabei eher traditionellen Mitteln, es ist die Kombination dieser, die sich bewährt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Bild und Text: Elvira Greblic

AFA Austrian Fashion Awards Eric Rainer Michael Bader Natures of Conflict Pawel Fabjanski Sophie Skach Tina Elisabeth Reiter Völkerkundemuseum mija t. rosa superrated twenty(2)too Irina Lazarenu Jakob Végh
June 2, 2012 at 9:22am

Mode, Design und Gloria

Donnerstagabend. Verleihung der AFA – Austrian Fashion Awards, der wichtigsten heimischen Förderpreise für Designtalente.

Wiener Museum für Völkerkunde. Noch bin ich verzaubert von der vorgängigen Fashion Intervention. So kann der heutige Abend nur ein gelungener werden. Davor noch schnell ein Eis vom Schwedenplatz. Gelato, Gelato! Walderdbeer und Safran/Honig. Hoffentlich patz ich mich nicht an, habe ich mich doch in Schale geworfen.

Am Schwedenplatz riecht es nach Schweiß und ranzigen Käsekrainern. Wie die AFAs wohl riechen? Einlass 20.00 Uhr. Pünktlich stehe ich vor der Tür. Noch ist die Säulenhalle leer. Wo sind sie denn alle?  Backstage wird die Hölle los sein, denk ich mir. Dort werden die Models aufgehübscht, die Blumen für die Sieger eingefrischt und der Moderator feilt an der Begrüßung. Ladys and Gentlemen. Während die ersten Gäste eintrudeln und Sitzplätze okkupieren flüchte ich dorthin, wo ich hingehöre - in den Fotografen-Bereich. Die Show kann beginnen. Willkommen. Die Prämierung, der große Abend für die „Designers to Watch“.  Wir sind gespannt.

Dann geht es Schlag auf Schlag. Mein Favorit Tina Elisabeth Reiter wird mit dem Modepreis des BMUKK ausgezeichnet. Ihre Kollektion „The Sound of Homeless(ness)“ hat nicht nur mich überzeugt. Eine Hommage an die Heimat? Apfelstrudel, Schnitzel mit Nudeln und österreichische Tracht mit neuem Twist. Das Ganze mit Dubstep-Mix vom Sound of Music Klassiker „Favorite Things“ musikalisch untermalt. Die Trapp-Familie hätte ihre Freude gehabt.

Das nächste Highlight. Die Lagerfeld-Muse Irina Lazareanu schwebt für twenty(2)too, dem Erste Bank Award-Gewinner, über den Laufsteg. Applaus.

Das Ausnahmetalent Sophie Skach ist mit 23 Jahren die jüngste Teilnehmerin. In der Kategorie Students erhält sie den erstmals vergebenen ACF Austrian Creative Fur Award. In der Kategorie „Designers“ gewinnt das Label Eric Rainer ( Rainer Milalkovits ). Das Label NATURES OF CONFLICT (Kathrin Lugbauer und Nora Berger) freut sich über den mit Euro 10.000 dotierten Modepreis der Stadt Wien. Der begehrte Produktionspreis der Wirtschaftskammer Wien geht in der Kategorie „Women’s Wear“ an mija t.rosa (Julia Cepp) und in der Kategorie „Men’s Wear an das Wiener Label superated (Peter Holzinger und Christian Moser). Der Unit F Editorial Award wird den Modefotografen Pawel Fabjanski und Michael Bader überreicht.

Congratulations. My Pleasure! Amazing! Oh my God! Danke, Danke! Super, Super! Eine gelungene, eine tolle Show. Die Preisträger zeigen ihr schönstes Zahnpastalächeln, sie geben sich überrascht. Recht haben sie. Haben sie doch ihre Freizeit geopfert und ihr Herzblut, ihr großartiges Talent und ihren Schweiß in die nunmehr öffentlich anerkannte künstlerische Arbeit gesteckt.

AFA WINNERS

Bild & Text: Jakob Végh

Volksgarten Säulenhalle AFA Austrian Fashion Awards Aftershowparty Pinie Wang
9:18am

I WANNA DANCE WITH….

Wo wurde Donnerstag, nach den AFA – Austrian Fashion Awards angestoßen und auf den Putz geschlagen, die Gewinner in den Himmel gehoben, hoch gefeiert? In der Säulenhalle. Darlings and Bitches - die „Official After Show Party“ der AFA-Awards. Nicht nur der hybride Musikmix, auch die Diversität der Gäste haben mich überzeugt.

Was gab den Ton an? Das Stichwort: TRASH, denn hier wurde alles gespielt, was musikalisch geil gilt. Von der stilübergreifenden Mixtur aus Pop, Electro, Dubstep bis hin zu Whitney Houston. Darlings und Bitches - eine musikalische Hochschaubahn. Anschnallen, Augen zu und los ging die Fahrt. Darlings and Bitches waren mit Pinie Wang, The First Lady Obt, Maeximilian und J’aime Julian phantastisch unterwegs. Es hat gekracht, gestern. Und wie. Nicht nur ich hatte meinen Augen- und-Ohren-Spaß.

….MY DARLINGS AND BITCHES !!!

ACF Jury AFA
May 23, 2012 at 1:12pm

Austrian Creative Fur Award: Die Jury hat getagt!

Erstmals vergeben die Bundesinnung Mode, Berufszweig der Kürschner und Unit F büro für mode den Austrian Creative Fur Award in den Kategorien Students und Designers. Die Preise werden im Rahmen der AFA - Austria Fashion Awards vergeben.

Vor einigen Tagen haben die Jurys getagt und eine Auswahl aus den eingereichten Portfolios getroffen. In der Kategorie Designers sind Rani Bageria und eric rainer nominiert!

Wir sind gespannt, wer am Ende das Rennen machen wird - bereits heute ein kleiner Blick durch die verschlossenen Türen der ACF Jurys:

Jury Kategorie Students:

Alfred Pospisil

Thomas Kirchgrabner, Birgit Seiwald (LISKA)

Andreas Oberkanins (Unit F büro für mode)

Jury Kategorie Designers:

Claudia Hubmann, Birgit Seiwald (LISKA)

Beisitz: Bundesinnungsmeister Kommerzialrat Otmar Sladky

Fotos: Maximilian Pramatarov

AFA Stefan Zeisler Shooting Making Of
May 16, 2012 at 5:44pm

AFA Shooting 2012

Vor einigen Tagen im Fotostudio von Stefan Zeisler im Kunsthistorischen Museum Wien: ein junger Mann quält sich mit Hilfe des Fotografen in einen hautengen, schwarzen Ganzkörperoverall und beeindruckt dabei mit außergewöhnlichen tänzerischen Bewegungen. Was ist denn hier los?

Das jährliche AFA-Shooting steht an! Für das Editorial mit den Kollektionen der nominierten Designer für die offiziellen österreichischen Modepreise im 12 magazine hat sich Stefan Zeisler heuer etwas ganz Besonderes ausgedacht: Die Kollektionsteile sollen im Mittelpunkt stehen, bzw. eher sich bewegen und schweben - nicht ein Model. Deshalb also die schwarze Verhüllung - sind die Bilder erstmal im Kasten, wird der Mensch wieder entfernt. Der Effekt: die Outfits gewinnen ein Eigenleben und kommen einem beim Magazin-Browsen geradezu entgegen geflogen.

Dass kein schönes Gesicht, kein Mensch, überhaupt nichts ablenkt von der Mode, stellt die Designer auf einen härteren Prüfstand, so Stefan Zeisler. Gleichzeitig rücken somit aber Design, Verarbeitung und Handwerk in den Fokus und die Mode spielt diesmal die absolute und uneingeschränkte Hauptrolle.

Bis es soweit war, gab´s allerdings viel zu lachen, bitteschön:

Schau, was dich gleich erwartet!

Was für n Spaß!

Gar nicht so einfach…

Sieht doch schick aus!

Und jetzt das richtige Outift!

Voilà, geschafft!

Gut aufgepasst…

…in Position gebracht…

…und abgedrückt!

Wie das Endergebnis aussieht, könnt ihr im 12 magazine (liegt ab heute der DIVA bei!) sehen oder gleich hier einen Blick reinwerfen. Viel Spaß!

Fotos: Maximilian Pramatarov

Text: Stephanie Rugel

AFA designer elvira 12festival
April 20, 2012 at 12:06pm

on the schedule: AFA NOMINEES// Nedra Chachoua / Tina Elisabeth Reiter

Jährlich wird im Rahmen der AFA-Austria Fashion Awards der Modepreis des BMUKK vergeben. Der Beginn des 12 festival liegt zwar noch einige Tage vor uns, um die Wartezeit jedoch etwas zu verkürzen, stellen wir euch heute dem Event entgegenfiebernd die Nominierten für den Modepreis des BMUKK vor.

Ich treffe Nedra Chachoua im Wiener Café Prückel, trotz nicht vereinbartem Erkennungszeichen in Form einer Rose im Knopfloch, weiß ich sofort, dass das Mädchen mit Undercut und Blumenprintshirt, meine Verabredung ist. Nedra befindet sich mitten im Vorbereitungsstress ihrer Abschlusskollektion und so freue ich mich umso mehr, dass sie die Angewandte für eine Stunde verlassen kann, um mit mir über Inspirationen, Arbeit, Pläne und Wassermelonen zu plaudern.



In der wunderschönen Kollektion „umthondo wisizwe“ (übersetzt: penis of the nation), mit welcher sie sich unter anderem auch für den Modepreis des BMUKK beworben hatte, setzt sich Nedra mit Lebensritualen auseinander. Dabei werden die Beschneidung von Jungen in Afrika und der Umgang der Gesellschaft mit diesem Ritual thematisiert. Inspiration für solche Konzeptionen findet Nedra in Stimmungen, Bildern, Eindrücken und Erinnerungen. „Beim Designen bedarf es weder einer Erklärung, noch einer Umschreibung. Ich verspüre ein Bedürfnis nach der Notwendigkeit Mode zu machen. Es ist das Einzige was ich kann - das Natürlichste.“

Eben dieser ehrliche Umgang, ohne etwas erzwingen zu wollen und ohne etwas vorzumachen, kennzeichnet ihre Mode aus: klassisch - dem Experimentellen stets vorgezogen, schlicht, subtil und auf keinen Fall aufreizend, mit einem raffinierten Twist, um die Eleganz umzukehren. Dabei steht die Authentizität stets im Vordergrund, und das merkt man auch an ihrer Persönlichkeit – Nedra Chachoua ist wirklich sympathisch.

Hier die Fotos der aktuellen Kollektion…


Fotos: Anna-Sophie-Berger


//Das ist Tina Elisabeth Reiter.



In Österreich begonnen, mit zwischenzeitlichem Stopp in München, scheint Tina nun angekommen zu sein. London ist die Stadt in der sie sich zuhause fühlt, die Stadt die ihr ein renommiertes Harold Tillman Stipendium ermöglichte und damit die Verwirklichung ihrer Träume. In London absolvierte sie vor gerade mal drei Monaten ihr Masterstudium am London College of Fashion. Nun ist sie in Wien eingeladen.

Neben dem nötigen Engagement, viel Arbeit und „der Heiligen Dreifaltigkeit von Koffein, Zucker und Nikotin“ - wie sie selbst sagt, scheint das Erfolgsrezept simpel: man nehme den Mut, seiner Intuition zu folgen. „Ich mache Mode nicht für das Heil der Modewelt. Mode muss nicht zwangsläufig schick, glamourös oder fashionable sein. Es ist heutzutage schwer, sich von der Masse abzusetzen, daher ist es umso wichtiger, den Mut zu haben, anders zu sein und seinem eigenen Weg zu folgen. Ich habe die letzten Jahre zunehmend aus dem Bauch heraus gearbeitet – wie es scheint, war es eine gute Entscheidung.“

Dass es eine gute Entscheidung war, zeigt ihre Abschlusskollektion THE SOUND OF THE HOMELESS(NESS), die in London als „collection of the year: menswear“ ausgezeichnet wurde. Das Thema der wunderschönen Kollektion kann auch als Hommage an die Heimat aufgefasst werden. Basierend auf der Idee der Suche nach Wurzeln und dem Zugehörigkeitsgefühl in einer globalisierten Welt, setzt sich Tina in ihrer Kollektion mit dem Erbe der österreichischen Tracht auseinander.

Aus Österreich selbst hat sie bislang eher wenig Feedback bekommen, umso gespannter ist sie darauf „ob man in Wien ihre Vision genau so versteht, wie es die auf der Insel tun.“ Tina freut sich jedenfalls schon sehr darauf ihre Kollektion in der AFA-Night zu präsentieren. Und mir war es ein Vergnügen.


Fotos: Tina Elisabeth Reiter


Text: Elvira Greblic

Martina Designer AFA Natures of Conflict BRADARIC:OHMAE
April 4, 2012 at 11:29am

AFA // Modepreis der Stadt Wien - Modedesign 2x2

Im Gespräch mit BRADARIC:OHMAE und Natures of Conflict

Zu einem Highlight des festival for fashion & photography zählen zweifelsohne die AFA-Austria Fashion Awards. Ich hatte das Vergnügen mich mit den zwei Finalisten-Duos im Rennen um den Modepreis der Stadt Wien, einem Bestandteil des AFA-Preispotpourris, zu treffen. Unter anderem erfuhr ich viele interessante Details über den Mode-Alltag – wir sprachen über Inspirationsquellen und Eindrücke der vergangenen Festivals.  

Tanja Bradaric und Taro Ohmae sind die zwei sympathischen Köpfe hinter dem 2011 gegründeten Label BRADARIC:OHMAE. Sie lernten sich in der Modeklasse der Universität für angewandte Kunst kennen, absolvierten zusammen Praktika in Paris. Im Zuge des 11 festival präsentierten sie ihre erste gemeinsame Kollektion Pictures Seen. Als Ausgangspunkt für diese nahmen sie sich selbst, ihre Herkunft, die damit verbundene Identität samt zugehöriger Stereotypen.

„Taro is coming from Japan, I am from Croatia. People always have typical visions when it comes to our home countries. We wanted to use those visions and pictures but still create something new out of them - turn things upside down.“

Fotos: Anna-Sophie Berger

Auch Accessoires finden sich neben Kleidung in ihrem Repertoire. Vor allem ihr Taschen-Projekt „COLOUR YOUR WINTER“ fand großen Anklang und war bereits schnell ausverkauft. Zu schade, ich hätte nichts dagegen würde sich eines der Exemplare zu meiner Garderobe gesellen. 

//

Natures of Conflict ist der Name des 2008 gegründeten Modelabels von Nora Berger und Kathrin Lugbauer. Erst vor kurzem präsentierten sie während der Pariser Fashion Week ihre AW 12/13 Kollektion für die sie eine ganz spezielle Location wählten. Passend zu der durch Fischer und Seemänner inspirierten Kollektion fand diese nämlich auf einem Boot am Ufer der Seine statt. Generell ist das Duo stets an ausgefallenen Präsentationsformen interessiert.  

Fotos: Natures of Conflict

Auch für ihre letztjährige Herbst/Winter Kollektion ließen sie sich etwas ganz Besonderes einfallen. Mit ihren Designs eroberten sie die grüne Peripherie des Wiener Praters, begutachtet werden konnten diese dann während einer Fahrt mit der Liliputbahn. Der einzige Nachteil - sowohl im Prater als auch in Paris gingen die Präsentationen zwar glatt aber auch ebenso nass über die Bühne. Klatschnass, besser gesagt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt welche Orte sie in Zukunft noch mit ihrer Mode aufsuchen werden.  

Darauf wer den Preis mit nach Hause nehmen wird, sowieso!